Hackschnitzelanlage

Das Herzstück der Anlage ist ein UTSR-360 Heizkessel der Fa. Schmid mit einer Leistung von 360 KW.

Der Kessel wurde zur Reduzierung des Betriebsaufwands mit einer Druckluftstoß- Abreinigung in der Fronttüre ausgestattet, um jederzeit einen optimalen Wärmeaustausch zu gewährleisten. Aufgrund des zur Verfügung stehenden Hackschnitzelmaterials wurde die Beschickung des Kessels aus dem 400 m³ fassenden Hackschnitzelbunker über ein Schubbodensystem mit einem hydraulischen Einschieber in den Kessel umgesetzt. Die Reinigung der Abgase erfolgt über ein Multizyklonfiltersystem, das bei diesem Kessel serienmäßig ist.

Durch die Anbindung der Kesselanlage und Wärmemengenzähler der Energiekunden an ein Leitsystem ist es möglich, nicht nur das Bedienpersonal der Anlage bei Störungen über ein Meldesystem zu alarmieren, sondern die Überwachung und Regelung des laufenden Betriebs über PC zu ermöglichen. Durch die Online-Erfassung des Energiebedarfs der Energiekunden und die Regelung gemeindlicher Einrichtungen mit einer Gebäudeleittechnik können Ergebnisse der Wärmebedarfsberechnungen niedriger angesetzt werden. Da es möglich ist, automatisch bei Maximalbedarf der Wärmekunden über eine Art "Lastabwurfverfahren" in eigenen Objekten Räumen wie Fahrzeughallen oder Ähnlichem andere Vorgabewerte der Raumtemperatur zu geben, kann der Spitzenbedarf an Wärme reduziert werden. Ergebnis dieser Betriebsart ist, bei kleineren Kesselgrößen mehr Wärmekunden beliefern zu können.

Die aufgrund der inzwischen erreichten Voll-Auslastung benötigten ca. 3.000 cbm Hackschnitzel werden zu 2/3 angekauft. Ca. 1000 m³ Schnitzel pro Jahr werden von der GmbH selbst aus dem Landschaftspflegeholz der Gemeinde produziert, welches in der frostfreien Übergangszeit verheizt wird.

Die Anlage, deren Anschaffungspreis bei ca. 440.000,-- netto Euro lag und fast komplett über das Förderprogramm 128 der KfW zinsgünstig und mit einem Zuschuss von ca. 50.000,-- Euro finanziert wird, wird durch die Energiegesellschaft Adelsdorf mbH verwaltet.

In 2010 wurde das Nahwärmenetz von ca. 550 m auf ca. 1.500 m erweitert.

Für 2011 wurde die Anlage mit einem Wärmetauscher aufgerüstet. Die erwartete Leistungssteigerung der Anlage um ca. 5% bis 7% wurde übertroffen.

2019 ist der Anschluss von 20 Sozialwohnungen geplant, die von den Barmherzigen Brüdern in Gremsdorf in der Oberen Bachgasse errichtet werden sollen.